Geschichte von 1920 bis 1975

Der Krieger- und Soldatenverein Eching wurde nach dem Weltkrieg 1914/18 am 25.1.1920 von 90 Mitgliedern auf Betreiben des damaligen Echinger Postagenten und früheren Offiziersstellvertreters Merkl ins Leben gerufen.

Das erhalteneGründungsprotokoll gibt darüber auszugsweise folgende Auskunft:

In den Jahren 1919/20 machte sich in allen Teilen unseres Vaterlandes die Bestrebung geltend dahingehend, vaterländische Gesinnung zu fördern, kameradschaftlichen Geist wach zu halten, hilfsbedürftige Kameraden zu unterstützen, gesellige und das Wissen fördernde Unterhaltung zu pflegen, Pietätspflichten zu erfüllen und das Andenken an gefallene und verstorbene Freunde zu ehren. Die vorgenannten Gründe waren auch die Ursache, dass sich am 25. Januar 1920 mit dem Sitz in Eching bei Freising eine freie Vereinigung von Soldaten bildete, welche einen Feldzug mitgemacht oder ihre Militärdienstpflicht in der Garnison verbracht haben. Der Verein nennt sich Krieger- u. Soldatenverein Eching bei Freising. Zweck, die nähere Bestimmung der Mitgliedschaft, Pflichten und Rechte der Mitglieder, Leitung, Vertretung und Vermögen des Vereins usw. sind aus der am 28. 3. 1920 beschlossenen Satzung zu ersehen".

Der Verein sorgte im folgenden Jahre für die Beschaffung einer Fahne und setzte sich vor allem für den Bau eines würdigen Kriegerdenkmals ein. Fahne und Denkmal, auf dem die Namen der gefallenen und vermissten Soldaten aus den Orten Eching und Hollern verewigt wurden, konnten am 16. 5.1921 feierlich eingeweiht werden.

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Protokoll Kauf Kriegerdenkmal

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Das Denkmal wurde nach dem 2. Weltkrieg 1939/45 umgestaltet. Es wurde wegen einer besseren architektonischen Wirkung an die Friedhofsmauer gerückt. Das Denkmal mit dem krönenden St. Georgsstandbild erhielt zu beiden Seiten Granitblöcke angesetzt, um auch die Namen der Gefallenen und Vermissten auch dieses Krieges aufnehmen zu können.

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Der Verein, der wegen einer Bestimmung der amerikanischen Besatzungsmacht nicht gleich wieder unter seinem alten Namen wirken konnte und sich deshalb vorübergehend die Bezeichnung Heimkehrer Bund zulegen musste, sorgte nach seiner Neuformierung etwa im Jahre 1951 auch für die Instandsetzung der alten Fahne. Bei deren neuerlichen Weihe am 2.7.1955 enthüllte man auch eine Gedenktafel ür die gefal­lenen und vermissten Heimatvertriebenen.

Zur 50-Jahr-Feier im Jahre 1970 wurde das Kriegerdenkmal erneut verlegt und zwar zwischen Friedhof und neuer Kirche.

2*) Kriegerdenkmal Foto 2015

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Der Verein erfüllte in der Zeit seines Bestehens getreulich seine Pietäts-pflichten, rückte bei allen öffentlichen Veranstaltungen im Ort mit seiner Fahnenabordnung aus und hat sich in letzter Zeit besonders der Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge angenommen. Dafür erhielt der Verein im Jahre 1969 das vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gestiftete Fahnenband als 24. Verein von 825 Vereinen in Oberbayern.

Als Vereinsvorstände sind vermerkt:

Postagent Merkl

Von 1930-1950 Johann Mauermair,

von 1951-31.1.1954 Heinrich Fischer

vom 1. 2.1954 Johann Mauermair

der nach seinem Rücktritt 1968 zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde

ab 1968 Leonhard Kranz.

Der Verein zählte bei der letzten Generalversammlung

am 2.2.1975 insgesammt 125 Mitglieder.

Fortsetzung folgt.....

 

 

1*) Bilder von Günter Lammel Gemeindearchiv Eching

2*) Bilder von Helmut Klausner KSV Eching

 

info@ksv-eching.de